26.03.2026
ECHO DES NICHTWISSENS
Wenn Geraune, Gemunkel und Getuschel wie Donnerschalle um einen herum einwirken, wenn Fumarolen gleich Gerüchteküchen brodeln, wenn dummes Geschwätz von allen Richtungen graudreckig weht und schmierig zähe Echos des Nichtwissens, schwer wie Stein, nachhallen lassen, dann, ja dann verändern sich existenziell und substanziell einst saphirblaue Gefühlswelten, wolkenweißleichte Wesensarten, bergrückenfeste Charakterzüge. Richtungsweisend hin zu tundrengrauen Engpässen voll steinernen Muster, zu tiefgefroren weglosen Silbersätteln und bodenlosen Talgletschern.
Haben sich diese Echos des Nichtwissens einmal konsequent eingenistet, dann führt schier kein Weg mehr vorbei an all den abgerundeten Bergkuppen, diesen steinernen Wächtern des Unbehagens.
An all den markanten Berggestalten, diesen frostklirrend frustrierten Außenposten der Niedergeschlagenheit und Unentschlossenheit.
Zu massiv wuchtig und Ehrfurcht gebietend das fast schwarzsehende, vordergründige Trapez der Engstirnigkeit über den rauchfarbenen und dunkelstimmigen Tälern des Lebens.
Ganzheit komplex zwischen zwielichtig Winterblau, schmierig Schneesturmweiß, Taupunktgrau und erstarrt rinnendem Eruptionsschwarzrostbraun.
Aber es ist gerade diese weite Natur, ungekünstelt und ursprünglich, die den Kreislauf der Wandlungen auf einzigartige Weise vorlebt.
Die unter ihrem steinharten Schutzpanzer aus Magnetit donnernd neues Leben hervorbringt. Und immer wieder hoffen lässt.
Weil bergweise evolutionär rumorend und bebend am Abgrund. Bodenständig fest und ursprünglich nass, lichtluftig elementar mit feurigem Kern im Untergrund.
Demgegenüber komplexe Ganzheit. Der Mensch. Fremd und unscheinbar klein. Und doch so nah an der Natur. Mit unverwechselbarem Naturell.
Dem Naturell des Forschens, des Denkens und Handelns.
Wenn Probleme rostig erdrücken, dann schenkt die Natur mit lichtdurchflutetem Schall Lösung. Und Erlösung, echoreich, tropfend wasserleicht polarblau.
Dann gibt sie hochfliegend weiß alles überblickend Antworten auf die Fragen des Lebens.
Lässt Echos des Wissens über alle Talkessel in Schneeschattenblau klingen. So den Grundstein legend, um jedes Echo als Echo der eigenen Geschicke zu verwenden.
Damit trägt sie auch ausgewählte Gedankenblitze aus dem Meer auf den Gipfel und lässt so individuelle Meisterleistungen entstehen. Lässt so Charakter und Wesensart gestärkt wurzeln.
Dann zeigen sich Bollwerke aus Stein und Fels permafrost-braun, Bollwerke gegen die Wogen des Lebens, Schutzwall und Versuchslabor der Evolution gleichermaßen. Bollwerke, die die Echos des Nichtwissens in der Ferne blockieren und die Echos des Wissens herzwärts widerhallen lassen. Mit einem Klang akustisch rein, im Rhythmus des ureigenen Pulses. Eingebettet vom ersten Atemzug bis zum letzten.