25.11.2025
VON SICHTBARKEIT ZU UNSICHTBARKEIT
fühlbar
eine art einatmen und ausatmen
von sichtbarkeit zu unsichtbarkeit
fühlbar
einatmen
starke worte an die lebenswelt
ausatmen
seelenleicht im nirgendwo
einatmen
struktur und ordnung nach außen bringen
ausatmen
ruhe finden zwischen diesseits und jenseits
einatmen
lösungen und auswege vorschlagen
ausatmen
dem rhythmus des herzens folgen
einatmen
herzblut geben
fühlbar
einatmen
ausatmen
im Hier und Jetzt, zwischen engmaschig Strukturreich und wesensweiß Wunderwolkenwelt.
Dabei seelenleicht schwebend am Horizont der Gefühle. Sich wälzend, sich suhlend im Rausch kopfloser Zeiten.
Körperleicht gleitend im Zenit der absoluten Eigenwelt. Entgegenwehend, um sich drehend, der ganze Atem dieser Welt.
Und zu Füßen der totale Perspektivenwechsel.
Unsagbar weit weg, alle sprachlichen Klischees. Der Alltagstunnel, einspurig, ins stereotype Dunkel der Pauschalitäten und leeren Floskeln reichend.
Hineinführend in die raumgreifend schwarze Weltordnung der Banalitäten, in die schwarze Erdatmosphäre der Allgemeingültigkeiten.
Unsagbar weit weg!
Und so nah, ein schmaler Grat dem goldenen Licht entgegen. Ein hellleuchtender Streifen am Horizont.
Wegweisend allen Wolkenmenschen.
Entfliehend den wortgeschnürten Korsagen, entkommend der Enge der linientreuen Schriften.
Und alle jene, auf dem Weg, in Eintracht aus dem Wolkenmeer der inneren Bewegtheit.
Im Einklang und doch kein einziger Seelenton durch den Wattebausch des weißen Nebels entweichend. Denn der Atem,
fühlbar
einatmen
ausatmen
gibt Richtung
von sichtbarkeit zu unsichtbarkeit
und
von unsichtbarkeit zur sichtbarsten
alles überstrahlenden
aus dem Licht gehobenen
persönlichkeit