fenster der verwundbarkeit
immer gedacht
schützend arglos die mauern grau in grau
immer gefühlt
lichtdurchflutete sicherheit
immer gehört
die worte liebevoll und herzlich
immer
dann
jäh
ein windstoß nur
öffnend das fenster der verwundbarkeit
kein abschirmender vorhang mehr
kein rahmen, kein riegel
nichts
nur
freie sicht auf entblößte wirklichkeit
mit
hemmenden halbwahrheiten
ringsum
fensterlos, filterlos, fassunglos
geblendet vom gegenlicht
kopflos
zerrissen vom traumlicht
erbarmungslos
wie aus dem nichts
ein windstoß nur
waagrecht zerschneidend
senkrecht entwurzelnd
abwehrendes mauergrau grausam verschleiert
kein wort mehr passend
kein satz mehr vollständig
prägungen von oben herablassend prägend
in einem wink
ein windstoß nur
alles wegfegend
kaum sichtbar mehr weit- und zuversicht
statuenhaft starr geist und einsicht
diffuse zeiten
voll verzerrter illusionen
wie aus dem boden wachsend
im sog verdeckter realitäten
offenbarend das so wahre leben
übrig
ein uneins-sein
ein zweigeteiltes fremd-sein
wund an flimmriger verwundbarkeit
ein windstoß nur
das fenster öffnend